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Spannungen im TarifstreitNach erster Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst der Länder drohen baldige Warnstreiks

03.12.2025, 16:30 Uhr
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Nach der ersten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst der Länder zeichnen sich baldige Warnstreiks ab.

Nach dem Gespräch in Berlin erklärte der Deutsche Beamtenbund (dbb), man erteile seinen Fachgewerkschaften unmittelbar im Anschluss an den enttäuschenden Auftakt die Streikfreigabe bis zur nächsten Verhandlungsrunde, um den Druck zu erhöhen. "Die Kolleginnen und Kollegen sind frustriert über die Ignoranz der Arbeitgebenden und werden das mit ersten Protestaktionen zum Ausdruck bringen", sagte dbb-Chef Volker Geyer. Er warf dem Arbeitgeberlager vor, sich als Tarifpartner präsentiert zu haben, "der keinen Plan hat, kein Angebot macht und kein konstruktives Ziel verfolgt".

Verdi und der Beamtenbund fordern sieben Prozent mehr Lohn, mindestens aber 300 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeber weisen dies als unbezahlbar zurück. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 12,6 Milliarden Euro, sagte der Verhandlungsführer der Länder, Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) jüngst. Dies sei zu viel und nicht leistbar.

Mitte Januar werden die Verhandlungen fortgesetzt. Eine Einigung vor der dritten Gesprächsrunde, die vom 11. bis zum 13. Februar stattfinden soll, gilt als unwahrscheinlich.

Quelle: ntv.de, rts

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