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Neue Einschränkungen im NetzRussland verschärft VPN-Sperren

15.04.2026, 16:12 Uhr
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Russland hat die Nutzung von VPN-Zugängen Medienberichten zufolge weiter eingeschränkt.

Wie die amtliche Nachrichtenagentur Tass am Mittwoch berichtete, sperren mehrere Websites - etwa von Banken, Video-Streaming-Dienste, Online-Shops und Suchmaschinen - den Zugriff für Nutzer, wenn sie feststellen, dass diese eine VPN-Verbindung nutzten. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP erhielten bei dem Versuch, auf große Online-Shops zuzugreifen, Fehlermeldungen wie "Es scheint, als würden Sie VPN verwenden" oder "Zugriff verweigert, deaktivieren Sie die VPN-Verbindung".

Mit einer VPN-Verbindung können Nutzer beispielsweise vorgeben, im Ausland zu sein und von dort auf Websites zuzugreifen. Die Zugänge haben in den vergangen Jahren an Beliebtheit gewonnen, da die russischen Behörden zunehmen westliche Plattformen und Onlinedienste für Nutzer sperrten.

Die Telekommunikationsanbieter versuchen zwar bereits seit mehreren Monaten, die VPN-Zugänge einzuschränken - unabhängigen Medien zufolge haben die Maßnahmen in den vergangenen Tagen jedoch deutlich angezogen. Die Regierung habe angeordnet, dass VPN-Zugänge ab 15. April von Website-Betreibern abgelehnt werden, hieß es in den Berichten.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte AFP auf Nachfrage, es gebe "derzeit weder ein Verbot (von VPNs) noch eine (strafrechtliche) Haftung für deren Nutzung". Er habe auch keinerlei Informationen zu derartigen Plänen, fügte er hinzu.

Quelle: ntv.de, AFP

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