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Am ersten Streiktag Nur wenige Flugstreichungen bei Discover-Arbeitskampf

27.08.2024, 14:37 Uhr
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(Foto: dpa)

Der beim Lufthansa-Ferienflieger Discover gestartete Arbeitskampf von Piloten und Flugbegleitern hat am ersten Streiktag nur zu wenigen Flugstreichungen geführt. Ein großer Teil der geplanten rund 55 Flüge habe stattgefunden, erklärte die Lufthansa-Tochter am Dienstag. "Wir tun alles, um trotz des Streiks so viele Gäste wie möglich an ihr Ziel zu bringen und die Auswirkungen auf sie so gering wie möglich zu halten." Der organisatorische Aufwand sei aber eine große Herausforderung. Der Ausstand läuft noch bis Freitagabend.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) und die Flugbegleitergewerkschaft UFO haben die Beschäftigten zum Streik aufgerufen. Die Fachgewerkschaften wollen durchsetzen, dass die Airline auch mit ihnen erstmals Tarifabschlüsse vereinbart, nachdem der Arbeitgeber überraschend mit der konkurrierenden Gewerkschaft Verdi Verträge geschlossen hatte. Mit mehr als 1000 Mitgliedern bei insgesamt 1900 Beschäftigten seien UFO und VC die Mehrheitsgewerkschaften und damit als Tarifpartner vorzuziehen, forderte UFO-Chef Joachim Vasquez Bürger. Discover verurteilt den Streik und bezeichnete den Tarifvertrag mit Verdi als sehr gut. UFO und VC gehe es nur um die eigenen Verbandsinteressen. "Wir sehen keine Notwendigkeit auf die politischen Interessen und Machtspiele einzugehen."

Zu einer Kundgebung am Flughafen Frankfurt fanden sich 60 bis 70 Unterstützer ein, zum Teil auch von anderen Lufthansa-Flugbetrieben. "Die Resonanz ist zufriedenstellend", sagte Vasquez Bürger mit Blick auf die Streikbereitschaft. Der UFO-Chef warf der Airline vor, streikwillige Mitarbeiter unter Druck zu setzen. "Die Leute werden genötigt, zur Arbeit zu gehen." Eine Sprecherin der Airline wies das zurück. Es gehe in erster Linie darum, ein verlässliches Flugprogramm zu erreichen. Wer zum Dienst eingetragen war, werde sachlich zum anstehenden Einsatz angefragt. Das Streikrecht werde aber nicht infrage gestellt. Viele Crews seien bereit, zu arbeiten.

Quelle: ntv.de, rts

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