"Seite an Seite für Sicherheit sorgen"Pistorius wirbt in Kanada für den Kauf deutscher U-Boote

Der deutsche Verteidigungsminister ist in Kanada. Ein großes U-Boot-Geschäft soll zentraler Baustein für den Ausbau der militärischen Zusammenarbeit mit dem Nato-Partner werden.
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat zum Auftakt einer Kanada-Reise für den Bau deutscher U-Boote als Teil einer strategischen Partnerschaft beider Länder geworben. «Wir wollen Seite an Seite für Sicherheit sorgen im Nordatlantik, dem hohen Norden und ja auch der Arktis», sagte der SPD-Politiker bei einem Besuch der kanadischen Rüstungs- und Sicherheitskonferenz Cansec in Ottawa.
Deutschland will Kanada als Partner für eine gemeinsame U-Boot-Partnerschaft mit Norwegen gewinnen. Der Kieler U-Boot-Bauer TKMS wähnt sich bei einem Großauftrag aus Kanada über ein Dutzend Boote in aussichtsreicher Position. Konkurrenz kommt aus Südkorea.
Im Hintergrund laufen Gespräche über umfangreiche Gegengeschäfte als Teil eines Gesamtpakets. TKMS zählt zu einem der weltweit führenden Unternehmen im Bau nicht nuklear betriebener U-Boote. Eine Entscheidung soll bis Ende Juni fallen.
Pistorius traf auch den kanadischen Premierminister Mark Carney sowie seinen kanadischen Amtskollegen David McGuinty. Auf der Tagesordnung standen die gemeinsame Sicherheit, Rüstungskooperationen, Hilfe für die Ukraine und die Vorbereitung des für Juli geplanten Nato-Gipfels.