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Lage stabilisiert sichProduktion in deutscher Industrie steigt im Oktober zweiten Monat in Folge

08.12.2025, 10:18 Uhr
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(Foto: picture alliance / imageBROKER)

Die angeschlagene deutsche Industrie sendet ein weiteres Lebenszeichen: Nach den Aufträgen ist im Oktober auch die Produktion den zweiten Monat in Folge gestiegen.

Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 1,8 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Das ist der höchste Zuwachs seit März. Im September hatte es einen Anstieg von 1,1 Prozent gegeben. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Wachstum von 0,4 Prozent gerechnet.

Der positive Einstieg ins letzte Vierteljahr könnte dazu beitragen, dass Europas größte Volkswirtschaft am Jahresende nach zwei Quartalen ohne Wachstum in Folge erstmals wieder zulegt. "Der Produktionszuwachs gibt eine erste Indikation, dass die Industrie im vierten Quartal nicht mehr als Bremsklotz wirkt", sagte der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel. Er rechnet für Oktober bis Dezember mit einem Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent zum Vorquartal. Die Produktion dürfte dazu einen kleinen positiven Impuls liefern, sei aber noch kein konjunkturelles Zugpferd.

Einen industriellen Boom erwarten Experten auch in den kommenden Monaten nicht - etwa wegen der wachsenden Konkurrenz aus China und hoher US-Zölle. "Das Produktionsniveau ist weiterhin sehr niedrig und die Gesamtlage schwierig", sagte der Chefvolkswirt der Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe, Alexander Krüger. Zunehmende Klagen von Unternehmen über Materialmangel trübten zudem den Ausblick. "Die Standortbedingungen der Industrie in Deutschland bleiben schwierig", fügte der Konjunkturexperte der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Jupp Zenzen, hinzu. "Die Kostensituation ist im internationalen Vergleich hoch." Das dämpfe die Hoffnungen auf einen baldigen Aufschwung.

Quelle: ntv.de, rts

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