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Gutachten vorgelegtReformen zur Kostenbremse bei innovativen Arzneimitteln in der gesetzlichen Krankenversicherung gefordert

22.05.2025, 16:10 Uhr
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(Foto: picture alliance / Laurent Gilli)

Die Kosten für Arzneimittel sind der zweitgrößte Ausgabeposten in der gesetzlichen Krankenversicherung. Um dabei die Preisspirale bei innovativen Medikamenten zu stoppen, haben Gutachter nun Anpassungen im Gesundheitssystem vorgeschlagen. Der im Bundesgesundheitsministerium angesiedelte Sachverständigenrat Gesundheit und Pflege legte am Donnerstag ein Gutachten vor, das etwa auf die stärkere Prüfung des Nutzens neuer Medikamente und spätere erneute Preisverhandlungen abzielt. Die Pharmaindustrie verwies indes auf den Zusammenhang von Preisniveau und Investitionen in die Forschung.

"Wir wollen Wege aufzeigen, wie auch in Zukunft Patienten innovative Therapien und teure Medikamente erhalten können", sagte dazu der Onkologe Michael Hallek, Mitglied im Sachverständigenrat, bei einer Pressekonferenz. Der Mediziner Jochen Schmitt ergänzte, es gehe darum, die "Preisbildungsmechanismen für innovative Arzneimittel zu überprüfen".

Dem Gutachten zufolge lag der Durchschnittspreis eines neu eingeführten patentgeschützten Arzneimittels vor 15 Jahren bei rund 1000 Euro - zuletzt schwankte er bei um die 50.000 Euro. Nach Angaben von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) stieg der Anteil der Kosten für Arzneimittel in der Krankenversicherung im vergangenen Jahr um zehn Prozent und damit stärker als die Gesamtkosten.

Quelle: ntv.de, AFP

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