Stimmung im Handwerk Rezession belastet handwerkliche Betriebe seit 15 Jahren

Die Rezession trifft zunehmend das Handwerk und drückt dessen Stimmung mit Blick auf die Geschäftslage auf den tiefsten Stand seit 15 Jahren. Während vor allem der Bau schwächelt, bewertet das Kfz-Gewerbe seine Situation noch am besten, wie am Donnerstag aus einer Umfrage der Wirtschaftsauskunftei Creditreform unter rund 1250 Betrieben hervorgeht.
Zudem schrumpft die Zahl der Beschäftigten weiter. Hauptgrund dafür ist das altersbedingte Ausscheiden von Fachkräften hierzulande und die Zurückhaltung bei Neueinstellungen wegen unsicherer Konjunkturaussichten. Trotz der schwierigen Lage gibt es Anzeichen für eine leichte Erholung.
So erwartet fast ein Viertel der Betriebe (24,3 Prozent) steigende Umsätze, während 22,8 Prozent mit einem weiteren Rückgang rechnen - dies sind weniger Pessimisten als im Vorjahr (27,2 Prozent). Allerdings bleibt das wirtschaftliche Umfeld, insbesondere am Bau, herausfordernd, wie Creditreform betonte: "Auch die Ertragsaussichten haben sich etwas verbessert, bleiben jedoch mehrheitlich negativ." So rechnen 26,3 Prozent der Befragten für 2025 mit sinkenden Erträgen, während nur 18,6 Prozent eine positive Entwicklung erwarten. Beim Thema Investitionen geht es laut Umfrage bergauf, denn knapp die Hälfte der Unternehmen plant Investitionen - vor allem das Bauhandwerk und das gewerbliche Handwerk seien hier zuversichtlicher.