Nach UnternehmensangabenRheinmetall plant Leopard-Panzer und anderes Kriegsgerät künftig auch in der Ukraine instand zu setzen

Der Rüstungskonzern Rheinmetall plant, Leopard-Panzer und anderes Kriegsgerät künftig auch in der Ukraine instand zu setzen. "Wir bilden derzeit bereits Ukrainer in Deutschland für diese Tätigkeit aus", sagt Unternehmenschef Armin Papperger dem "Spiegel" nach Angaben vom Freitag. "Wir wollen nach der Sommerpause mit dem Betrieb beginnen."
Die Anlage soll Teil eines Netzes von Reparaturzentren für deutsches Kriegsgerät werden, das in der Ukraine nach Pannen, Verschleiß oder Beschuss wieder überholt werden muss. Die Wartung der aus Deutschland gelieferten modernen Leopard-2-A6-Panzer gilt unter Militärs als entscheidend für die Durchhaltefähigkeit der Fahrzeuge.
Zwar seien bisher aus der Ukraine keine gravierenden Schadensmeldungen eingegangen, die Rohre der tonnenschweren Waffensysteme müssten aber wegen des intensiven Einsatzes im Gefecht regelmäßig untersucht und möglicherweise ausgetauscht werden, hieß es in dem Bericht. Ähnliches gelte für das Antriebs- und Steuerungssystem.
Eine Reparatur in der Ukraine brächte deutliche logistische Vorteile mit sich, weil die kaputten Panzer nicht umständlich über die Grenzen und wieder zurück transportiert werden müssten. Gleichzeitig gab es bisher Sicherheitsbedenken, da beim Aufbau von Servicestellen innerhalb des Landes mit Angriffen durch das russische Militär gerechnet werden muss.