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RüstungsindustrieRheinmetall verhandelt aktuell nicht über Umstellung von VW-Werk auf militärische Produktion

27.11.2025, 15:39 Uhr
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(Foto: dpa)

Der Rüstungskonzern Rheinmetall verhandelt aktuell nicht mit Volkswagen über eine Umstellung des Fahrzeug-Werks in Osnabrück von ziviler auf militärische Produktion.

Aktuell verfüge Rheinmetall über ausreichend eigene Kapazitäten, um die bestehenden Aufträge zu erfüllen, sagte Konzernchef Armin Papperger vor dem Verein der Ausländischen Presse in Deutschland. Dies könne sich bei zusätzlichen Großaufträgen aber ändern. Er habe sich bei einem Besuch des Volkswagen-Werks in Osnabrück bereits davon überzeugt, dass Teile für die Produktion militärischer Güter geeignet seien.

Rheinmetall stellt Teile seiner zivilen Produktion für die Autoindustrie auf die boomende Fertigung für das Militär um. Der Konzern könne aber auch Werke etwa von Autoherstellern wie Volkswagen übernehmen, wenn die Voraussetzungen stimmten, hatte Papperger in der Vergangenheit gesagt.

Die Rüstungsindustrie erhält nach dem russischen Überfall auf die Ukraine milliardenschwere Aufträge. Rheinmetall wächst deshalb rasant und investiert auch in neue Werke und Übernahmen. Der Dax-Konzern verstärkt sich aktuell mit dem militärischen Teil der Bremer Lürssen-Werft und gründet eine eigene Marine-Sparte. Weitere Zukäufe zur Stärkung des Geschäfts seien aktuell aber nicht vorgesehen, sagte Papperger weiter.

Quelle: ntv.de, rts

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