Kurznachrichten

Notunterkünfte eingerichtetRund 188.000 Menschen wegen Überschwemmungen in Marokko evakuiert

12.02.2026, 17:35 Uhr
08-02-2026-Marokko-Oulad-Slama-Zelte-werden-fuer-Familien-aufgestellt-die-von-den-Ueberschwemmungen-des-Sebou-Flusses-bedroht-sind-Weil-der-Fluss-Sebou-im-Nordwesten-nach-den-starken-Regenfaellen-uebers-Ufer-getreten-ist-war-der-Zugang-zu-mehreren-Doerfern-in-der-Region-abgeschnitten
08.02.2026, Marokko, Oulad Slama: Zelte werden für Familien aufgestellt, die von den Überschwemmungen des Sebou-Flusses bedroht sind. Weil der Fluss Sebou im Nordwesten nach den starken Regenfällen übers Ufer getreten ist, war der Zugang zu mehreren Dörfern in der Region abgeschnitten. Foto: Uncredited/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (Foto: dpa)

Ein großer Teil der Bevölkerung in Marokko lebt von der Landwirtschaft. Nun stehen ganze Felder unter Wasser - und Zehntausende Menschen können vorerst nicht nach Hause zurück.

Im nordafrikanischen Marokko sind wegen schwerer Regenfälle und Überschwemmungen bisher rund 188.000 Menschen evakuiert worden. Das teilte die marokkanische Regierung heute mit. Die Anwohner in den betroffenen Gegenden wurden in andere Orte und Notunterkünfte gebracht. Mehrere Provinzen im Nordwesten wurden zu Katastrophengebieten erklärt. Mindestens vier Menschen kamen dabei in den vergangenen Wochen ums Leben.

Die Behörden machten sich in vergangenen Tagen ein Bild vom Ausmaß der Zerstörung in den betroffenen Gebieten. Die Regierung hat ein Hilfsprogramm gestartet mit einem Budget von umgerechnet 276 Millionen Euro, um die Region zu unterstützen. An Schulen in den betroffenen Gebieten soll der Unterricht vorerst virtuell stattfinden.

Erst im Dezember waren nach schweren Regenfällen und Überschwemmungen in Marokko 37 Menschen ums Leben gekommen. Retter zogen nach Sturzfluten Überlebende und Opfer aus den Wassermassen und suchten nach Vermissten. Der Regen folgte auf eine schwere, jahrelange Dürre mit wenig Niederschlag in Marokko.

Quelle: ntv.de, dpa

Regionales