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Verluste bei KämpfenRussisches Afrika-Korps erleidet Verluste nach Großangriff in Mali

29.04.2026, 10:41 Uhr
In-diesem-Bild-aus-einem-Video-des-Pressedienstes-des-russischen-Verteidigungsministeriums-vom-Freitag-7-November-2025-schiessen-Soldaten-der-russischen-Armee-auf-eine-ukrainische-Drohne-an-einem-nicht-genannten-Ort-in-der-Ukraine
(Foto: picture alliance/dpa/Russian Defense Ministry Press S/AP)

Nach dem Großangriff islamistischer Gruppen und Tuareg-Rebellen im westafrikanischen Mali ist die Zukunft der russischen Söldner im Land ungewiss.

Das russische Afrika-Korps habe bei den Kämpfen Verluste erlitten, sagte in Moskau Vizeaußenminister Georgi Borissenko, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. "Es gibt unter anderem Opfer von unserer Seite", berichtete er im außenpolitischen Ausschuss des Parlaments. Details nannte der Vizeminister nicht.

Die russischen Söldner des Afrika-Korps, früher als Wagner-Gruppe bekannt, unterstützen in Mali die regierende Militärjunta. Am Samstag hatten Kämpfer der mit Al-Kaida verbundenen Terrormiliz JNIM und Rebellen der Tuareg mehrere Städte angegriffen, darunter die Hauptstadt Bamako und die Tuareg-Hochburg Kidal im Norden des Landes. Das Afrika-Korps teilte am Sonntag mit, dass seine Kräfte sich mit malischen Soldaten aus Kidal zurückgezogen hätten.

Verlässliche Zahlen zu den Todesopfern der Gewalt in sechs Städten Malis, bei denen auch der malische Verteidigungsminister Sadio Camara getötet wurde, gibt es bislang nicht. Die malische Militärregierung hat bislang keine Angaben gemacht. Das Afrika-Korps sprach von mehr als 1.000 getöteten Angreifern.

Separatisten der Volksgruppe der Tuareg hatten 2012 im Norden Malis eine Rebellion für ihre Unabhängigkeit in dem von ihnen Azawad genannten Gebiet in der Sahara gestartet. Dabei paktierten sie vorübergehend mit islamistischen Terrorgruppen, die rasch die Oberhand gewannen und sich in der Folge in Mali und mehreren Nachbarstaaten ausbreiteten. Die Region zählt mittlerweile einen großen Anteil der jährlichen Terrortoten weltweit.

Quelle: ntv.de, dpa

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