Wegen Iran-KriegRussland stellt China und anderen Ländern zusätzliche Energielieferungen in Aussicht

Russland stellt China und anderen Ländern angesichts der Engpässe durch den Iran-Krieg zusätzliche Energielieferungen in Aussicht.
Außenminister Sergej Lawrow sagte am Mittwoch bei einem Besuch in Peking, Moskau sei bereit, Engpässe auf den Märkten auszugleichen. "Russland kann natürlich den Ressourcenmangel ausgleichen, mit dem sowohl China als auch andere Länder konfrontiert sind", erklärte Lawrow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Voraussetzung sei eine gleichberechtigte Zusammenarbeit.
Lawrow äußerte sich nach einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, der Russland erneut Unterstützung zusicherte. Beide Staaten müssten einander vertrauen, ihre Zusammenarbeit ausbauen und die Interessen des jeweils anderen verteidigen, sagte Xi.
Für die erste Jahreshälfte wird ein Besuch von Präsident Wladimir Putin in China erwartet. Einem Bericht der Zeitung "Wedomosti" zufolge könnte dieser in der Woche ab dem 18. Mai stattfinden. Wenige Tage zuvor, am 14. und 15. Mai, wird US-Präsident Donald Trump zu seinem ersten China-Besuch seit acht Jahren erwartet und soll ebenfalls mit Xi zusammentreffen.
Lawrow betonte, Russland und China verfügten über ausreichende Kapazitäten, um eine Abhängigkeit von den USA zu vermeiden. Er warf den USA vor, die Energiemärkte mit ihrem Vorgehen im Nahen Osten zu stören.