"Schritt weg vom Abgrund"EU begrüßt Waffenruhe zwischen USA und Iran als Chance für Diplomatie und Stabilisierung der Lage

Die EU hat die vereinbarte Feuerpause zwischen den USA und dem Iran als einen "Schritt weg vom Abgrund" begrüßt.
Sie sei eine "dringend benötigte Chance, Drohungen zurückzufahren, Raketenangriffe zu stoppen, die Schifffahrt wieder aufzunehmen und Raum für Diplomatie" zu schaffen, erklärte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Mittwoch im Onlinedienst X.
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mahnte die Fortsetzung der "Verhandlungen über eine dauerhafte Lösung dieses Konflikts" an. EU-Ratspräsident António Costa forderte "alle Parteien nachdrücklich auf", die Bedingungen des Waffenstillstands einzuhalten.
Die USA und der Iran hatten am Mittwoch kurz vor Ablauf des US-Ultimatums an den Iran eine zweiwöchige Feuerpause im Iran-Krieg bekanntgegeben. US-Präsident Donald Trump verkündete die "beidseitige Waffenruhe" in seinem Onlinedienst Truth Social. Der Iran erklärte sich im Gegenzug bereit, die Straße von Hormus für vorerst zwei Wochen wieder zu öffnen.
Kallas forderte, die Straße von Hormus müsse nun auch tatsächlich geöffnet werden. Die EU sei bereit, weitere Verhandlungen über einen dauerhaften Frieden zu unterstützen, erklärte sie. Von der Leyen bekräftigte, die EU werde ihre "Abstimmung mit unseren Partnern zu diesem Zweck fortführen".
Kallas hielt sich am Mittwoch zu Gesprächen in Saudi-Arabien auf, in der Nacht telefonierte sie nach eigenen Angaben mit dem pakistanischen Außenminister Ishaq Dar, dessen Land bei den den Verhandlungen über eine Feuerpause als Vermittler diente.