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Reaktion auf EnergiekriseSchweden erwägt wegen Auswirkungen des Iran-Kriegs mögliche Rationierung von Kraftstoffen

23.04.2026, 16:26 Uhr
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(Foto: dpa)

Die schwedische Regierung zieht angesichts "erheblicher Auswirkungen" des Iran-Krieges auf die Wirtschaft des Landes eine mögliche Rationierung von Kraftstoffen in Erwägung.

Zwar sei derzeit keine solche Rationierung geplant, sagte Ministerpräsident Ulf Kristersson am Donnerstag. "Wir sind jedoch auf diesen Fall vorbereitet und werden dies gegebenenfalls rechtzeitig ankündigen."

Nach Angaben des Regierungschefs haben sich die Auswirkungen des Krieges auf die schwedische Wirtschaft zuletzt verschärft - aus zunächst "begrenzten Auswirkungen" seien "erhebliche Auswirkungen" geworden, und es bestehe das Risiko einer höheren Inflation und einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums.

Finanzministerin Elisabeth Svantesson sprach von der "schlimmsten Krise seit sehr, sehr langer Zeit, was die Energie betrifft". Bei einem länger anhaltenden Krieg könne "eine Rationierung von Kraftstoffen in Betracht gezogen werden, doch zunächst würden wir eine Empfehlung zum sparsamen Umgang mit Kraftstoffen aussprechen", sagte sie. Zudem solle dem öffentlichen Nahverkehr Priorität eingeräumt werden.

Außerdem müsse das Land möglicherweise auch seine eigene Energieproduktion steigern, führte die Finanzministerin aus und nannte in diesem Zusammenhang Solar-, Wind-, Wasser- und Atomkraft als Optionen.

Schweden hat wegen der Energiepreissteigerungen infolge des Iran-Krieges bereits Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen für Haushalte abzumildern, darunter deutliche Senkungen der Steuern auf Benzin und Diesel. Anfang Mai will die Regierung eine aktualisierte Wirtschaftsprognose vorlegen.

Quelle: ntv.de, AFP

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