Internationale AufrüstungSchweden kauft vier Fregatten in Frankreich – für rund 3,6 Milliarden Euro

Schweden will mit dem Kauf von vier Fregatten aus Frankreich seine militärischen Möglichkeiten in der Ostsee deutlich stärken.
Mit den Kriegsschiffen des französischen Rüstungskonzerns Naval Group sollten die Kapazitäten der Luftverteidigung verdreifacht werden, sagte Ministerpräsident Ulf Kristersson. Es handele sich um die größte militärische Investition seit den 1980er-Jahren.
Die Kosten für die vier Kriegsschiffe belaufen sich auf etwa 40 Milliarden schwedische Kronen (rund 3,6 Milliarden Euro). Die erste Fregatte solle 2030 in Dienst genommen werden. Auf den Schiffen sollen auch in Schweden entwickelte Waffensysteme, unter anderem von Saab, eingesetzt werden können.
Die Ostsee sei in der jüngeren Geschichte geopolitisch noch nie so gefährdet und umstritten gewesen wie heute, sagte Kristersson. Schweden treibt nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine und seinem anschließenden Nato-Beitritt die Aufrüstung der Streitkräfte voran. Die Regierung in Stockholm plant, die Verteidigungsausgaben bis 2030 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen.