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Verkauf der AnteileSerbien: Russen stimmen Verkauf von Anteilen an sanktioniertem Ölkonzern NIS zu

19.01.2026, 17:38 Uhr
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(Foto: Edgar Frias/AP/dpa)

Die russischen Mehrheitseigner des mit US-Sanktionen belegten serbischen Ölkonzerns NIS haben nach Angaben der serbischen Energieministerin einem Verkauf ihrer Anteile zugestimmt.

Die russischen Mehrheitseigner des mit US-Sanktionen belegten serbischen Ölkonzerns NIS haben nach Angaben der serbischen Energieministerin einem Verkauf ihrer Anteile zugestimmt. Gazprom Neft habe sich mit dem ungarischen Energiekonzern MOL "auf die grundlegenden Bestimmungen eines künftigen Kaufvertrags geeinigt, was eine Forderung der US-Regierung war", erklärte Energieministerin Dubravka Djedovic am Montag. Der ausstehende Kaufvertrag werde der Washington nun zur Genehmigung vorgelegt.

Der russische Konzern Gazprom Neft besitzt derzeit 45 Prozent an NIS. Gegen das serbische Unternehmen waren wegen dessen russischer Mehrheitseigner Anfang Oktober US-Sanktionen in Zusammenhang mit dem russischen Krieg in der Ukraine in Kraft getreten - Anfang Dezember musste die Raffinerie daher ihren Betrieb einstellen. Da die Öl-Raffinerie die einzige in Serbien ist, wurde eine Energiekrise befürchtet. NIS deckt mehr als 80 Prozent des Diesel- und Benzinbedarfs Serbiens.

Washington verlangte den vollständigen Rückzug der russischen Teilhaber. Am 31. Dezember jedoch setzten die USA die Sanktionen zeitweise wieder aus. Die USA gewährten dem Konzern die Erlaubnis, den Betrieb bis zum 23. Januar fortzusetzen und bis zum 24. März über den Verkauf zu verhandeln.

Die Übereinkunft über den Verkauf der Anteile an den ungarischen MOL-Konzern müsse noch final ausgehandelt werden, erklärte Djedovic. Der staatseigene Ölkonzern Adnoc aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sei ebenfalls an den Verhandlungen beteiligt. Zudem habe Serbien sich selbst eine Erhöhung seiner Minderheitsbeteiligung auf möglicherweise rund 35 Prozent ausbedungen und ziele darauf, "einen Anteil zu erreichen, der größere Entscheidungsrechte gewährt".

Quelle: ntv.de, AFP

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