Dienst für die DemokratieSteinmeier zeichnet Ministerpräsidenten mit Verdienstkreuz aus

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sechs amtierende und einen ehemaligen Ministerpräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Er würdigte damit am Freitag deren langjährigen und engagierten Dienst für die Demokratie, wie er bei der Verleihung der Orden sagte.
Die Auszeichnungen ging an Malu Dreyer (SPD/Rheinland-Pfalz), Winfried Kretschmann (Grüne/Baden-Württemberg), Dietmar Woidke (SPD/Brandenburg), Stephan Weil (SPD/Niedersachsen), Reiner Haseloff (CDU/Sachsen-Anhalt) und Bodo Ramelow (Linke/Thüringen). Auch der ehemalige Ministerpräsident und Bundesminister Horst Seehofer (CSU/Bayern) wurde geehrt. Alle erhielten das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland - eine hohe Stufe des Bundesverdienstkreuzes.
"Der Orden, den ich Ihnen heute verleihen darf, bringt zum Ausdruck, dass unser Land Ihnen dafür dankt, mit welcher großen Ausdauer und mit welchem Einsatz Sie höchste politische Verantwortung in unserer Demokratie übernommen haben", sagte Steinmeier. Alle Ausgezeichneten zeigten, dass Politik ein Dienst am Gemeinwohl sei. "Sie setzen sich mit Ihrer Persönlichkeit und Ihrer persönlichen Glaubwürdigkeit für unsere Demokratie ein. Demokratie lebt vom Dialog, und Demokratie lebt von Politikerinnen und Politikern wie Ihnen, die Verantwortung zu übernehmen bereit sind und diesen Dialog führen."
Die Ausgezeichneten hätten über viele Jahre als Ministerpräsidentin und als Ministerpräsidenten der Bundesrepublik und ganz besonders ihrem Bundesland gedient, sagte Steinmeier. Fast alle machten dies heute noch. Alle seien mehrfach wiedergewählt worden. Und alle hätten während ihrer Zeit an der Spitze des Bundesrates schon einmal den Bundespräsidenten vertreten. Laut Bundespräsidialamt folgte Steinmeier mit der Ordensverleihung an die Länderregierungschefs einer seit Jahrzehnten bestehenden Praxis.