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Vier Tage nach Anschlag Stromversorgung im Berliner Südwesten wieder hergestellt

07.01.2026, 16:23 Uhr
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(Foto: Soeren Stache/dpa)

Vier Tage nach dem mutmaßlichen linksextremistischen Anschlag auf das Stromnetz im Südwesten von Berlin ist die Energieversorgung wieder hergestellt.

Nach provisorischen Reparaturarbeiten an den zerstörten Hochspannungsleitungen nahe einem Heizkraftwerk schaltete der Netzbetreiber am Mittwoch schrittweise die letzten rund 20.000 betroffenen Haushalte und 850 Gewerbebetriebe wieder zu. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner sprach von einem "guten Tag" für die Hauptstadt und kündigte Initiativen zum besseren Schutz kritischer Infrastrukturen an.

Nach Angaben von Wirtschafts- und Energiesenatorin Franziska Giffey (SPD) gingen die Arbeiten an einer von zwei Baustellen schneller voran als gedacht. Zunächst waren die Behörden noch davon ausgegangen, die Stromversorgung erst am Donnerstag herstellen zu können. Am Mittwoch um 14.10 Uhr sei wieder "Vollversorgung" gemeldet worden, sagte Giffey bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der beteiligten Behörden.

Die Situation sei aber "noch nicht vorbei", betonte die Senatorin. Erst wenn die Reparaturarbeiten an der zweiten Baustelle beendet seien, sei die Stromversorgung wieder dauerhaft abgesichert. Zudem müsse noch die teils unterbrochene Wärmeversorgung in den betroffenen Häusern wieder hochgefahren werden. Bei winterlichen Temperaturen fielen durch den Stromausfall Heizungen aus, auch die Fernwärmeversorgung war betroffen.

Notanlaufstellen und Essenausgabepunkte sollten daher zunächst geöffnet bleiben, auch Notstromaggregate an Pflegeheimen und anderen kritischen Orten blieben zunächst zur Sicherheit in Reserve. Die Schulen in dem betroffenen Gebiet blieben die Woche über noch geschlossen, teilte die Senatsverwaltung für Bildung mit. Heizungen müssten erst wieder laufen, zudem seien technische Prüfungen etwa an den Brandmeldeanlagen nötig.

Quelle: ntv.de, AFP

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