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Nach tagelangen Gefechten Syriens Übergangsregierung verkündet Waffenruhe in mehreren Vierteln Aleppos

09.01.2026, 10:24 Uhr
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(Foto: picture alliance / dpa)

Nach tagelangen tödlichen Gefechten und der Flucht zahlreicher Zivilisten in Aleppo hat die syrische Übergangsregierung eine Waffenruhe in mehreren Vierteln der Großstadt verkündet.

Die Waffenruhe in den Vierteln Scheich Maksud, Aschrafijeh und Bani Seid solle eine "erneute militärische Eskalation" verhindern, erklärte das Verteidigungsministerium in der Nacht zum Freitag. Die USA begrüßten die Waffenruhe und dankten allen Beteiligten für ihre "Zurückhaltung".

Das Verteidigungsministerium in Damaskus verkündete den Beginn der Waffenruhe für 03.00 Uhr Ortszeit (01.00 Uhr MEZ). Den kurdischen Kämpfern wurde bis 09.00 Uhr Zeit gegeben, die Viertel Scheich Maksud, Aschrafijeh und Bani Seid zu verlassen. Die Behörden in Aleppo erklärten am Freitagmorgen, die kurdischen Kämpfer würden mit ihren "leichten Waffen" in den Nordosten des Landes gebracht.

Der Verkündung der Waffenruhe waren die schwersten Kämpfe in Aleppo seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad vorausgegangen. Das syrische Verteidigungsministerium erklärte, die Waffenruhe solle es den tausenden geflüchteten Zivilisten ermöglichen, "zurückzukehren und ihr normales Leben in einer Atmosphäre der Sicherheit und Stabilität fortzuführen".

Die USA begrüßten die Waffenruhe. Der US-Gesandte für Syrien, Tom Barrack, dankte im Onlinedienst X allen Beteiligten "für die Zurückhaltung und den guten Willen, die dies möglich gemacht haben". Sein Land wolle "aktiv" dazu beitragen, "die Waffenruhe zu verlängern".

Die EU hatte am Donnerstag alle Konfliktparteien zur Zurückhaltung aufgerufen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa trafen am Freitag zu ihrem ersten Besuch in Damaskus seit Assads Sturz ein. Das Treffen mit dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa soll nach Angaben der EU-Kommission der Vertiefung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Syrien dienen.

Quelle: ntv.de, AFP

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