Geständnis in Moskau Tatverdächtige gestehen versuchten Mord an russischem Geheimdienstgeneral

Nach dem versuchten Mordanschlag auf einen hochrangigen russischen Geheimdienstgeneral haben die beiden Tatverdächtigen nach Angaben aus Moskau ein Geständnis abgelegt.
Sie hätten in Verhören ausgesagt, im Auftrag des ukrainischen Geheimdienstes SBU gehandelt zu haben, teilte der russische Inlandsgeheimdienst FSB am Montag mit. Beide Männer hätten "ihre Schuld gestanden". Die Ukraine hatte zuvor eine Beteiligung an dem am Freitag verübten Attentat dementiert. Das Opfer, der stellvertretende Chef des Militärgeheimdienstes GRU, Wladimir Alexejew, soll nach einer Operation wieder bei Bewusstsein sein. Ermittlern zufolge war auf den 64-Jährigen in einem Moskauer Wohnhaus drei Mal mit einer Pistole mit Schalldämpfer geschossen worden.
Der mutmaßliche Schütze, ein in der Ukraine geborener russischer Staatsbürger, war von Dubai nach Moskau ausgeliefert worden. Er wurde dem FSB zufolge im August 2025 in der westukrainischen Stadt Ternopil vom SBU rekrutiert, in Kiew ausgebildet und monatlich in einer Kryptowährung bezahlt. Für die Tötung des Generals seien ihm vom SBU 30.000 Dollar versprochen worden. An der Anwerbung sei auch der polnische Geheimdienst beteiligt gewesen.
Der FSB legte für seine Vorwürfe zunächst keine Beweise vor, die sich unabhängig verifizieren ließen. Die beiden Tatverdächtigen konnten nicht kontaktiert werden, sie befanden sich in russischem Gewahrsam. Der SBU war für eine Stellungnahme zunächst ebenso wie Polen nicht zu erreichen.