Kurznachrichten

Nach GrenzvorfallThailand setzt Umsetzung von Friedensabkommen mit Kambodscha aus

10.11.2025, 15:16 Uhr
A-protester-holds-a-Thai-national-flag-next-to-police-officers-during-the-protest-over-the-Thailand-Cambodia-border-conflict-The-Thai-nationalist-protesters-gathered-outside-the-Cambodian-Embassy-to-protest-over-the-border-dispute-with-Cambodia-demanding-for-action-of-Thailand-government-against-the-Thailand-Cambodia-border-conflict-after-the-clash-between-Thailand-and-Cambodia-troops-at-the-border
A protester holds a Thai national flag next to police officers during the protest over the Thailand - Cambodia border conflict. The Thai nationalist protesters gathered outside the Cambodian Embassy to protest over the border dispute with Cambodia demanding for action of Thailand government against the Thailand - Cambodia border conflict after the clash between Thailand and Cambodia troops at the border. (Photo by Peerapon Boonyakiat / SOPA Images/Sipa USA) (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Thailand hat die Umsetzung eines Friedensabkommens mit dem Nachbarland Kambodscha ausgesetzt, nachdem laut Armee zwei thailändische Soldaten durch die Explosion einer Landmine nahe der Grenze verletzt worden waren.

Ein Sprecher der Regierung in Bangkok erklärte am Montag, Thailand werde die Umsetzung der "gemeinsamen Erklärung" der beiden Nachbarländer stoppen. Die Explosion der Landmine hatte sich nach Abgaben der thailändischen Armee in der Provinz Sisaket ereignet.

Die Behörden in Kambodscha äußerten sich zunächst nicht zu dem Vorfall. In der Vergangenheit hatten sie die Vorwürfe Thailands zurückgewiesen, es seien Landminen entlang der Grenze verlegt worden. Ende Oktober hatten die beiden südostasiatischen Nachbarländer unter Vermittlung der USA ein Friedensabkommen unterzeichnet, das einen langfristigen Frieden sichern soll.

Im Juli waren bei fünftägigen Gefechten mindestens 43 Menschen getötet und 300.000 weitere vertrieben worden. Die Gefechte markierten eine erneute Eskalation in dem seit Jahrzehnten andauernden Streit um die Grenzziehung im sogenannten Smaragd-Dreieck, wo die thailändische Provinz Surin und die kambodschanische Provinz Oddar Meanchey sowie Laos aneinander grenzen. Hintergrund des Streits ist eine unklare Grenzziehung aus der Kolonialzeit.

Quelle: ntv.de

Regionales