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Trotz wirtschaftlicher SorgenReisenachfrage in Deutschland bleibt 2026 robust

27.02.2026, 10:35 Uhr
Im-Zeitraum-der-Fruehjahrsferien-werden-rund-625-000-Passagiere-am-Hamburger-Flughafen-erwartet

Trotz anhaltender wirtschaftlicher Sorgen bleibt die Reisenachfrage in Deutschland robust.

Wie im Vorjahr planen drei Viertel der befragten Verbraucher in diesem Jahr zu verreisen, wie aus der Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) am Freitag hervorging. Ebenso viele Teilnehmende gingen von einer gleichbleibenden oder besseren persönlichen wirtschaftlichen Situation aus. Der Anteil der Menschen mit Geldsorgen ging um zwei Prozentpunkte auf 24 Prozent zurück. Für die meisten Menschen gehöre zumindest eine lange Urlaubsreise im Jahr zum Leben dazu, sagte Studienautor Ulf Sonntag. "Dies sind positive Voraussetzungen für ein gutes Tourismusjahr 2026."

Die Branche trifft sich in der kommenden Woche auf der Internationalen Tourismusbörse, der weltweit führenden Messe in Berlin.

Im vergangenen Jahr gaben die Verbraucher in Deutschland mit 91,7 Milliarden Euro so viel für Reisen (ab fünf Tagen Dauer) aus wie nie zuvor - ein Plus von 1,8 Prozent zum Vorjahr. Die Zahl der Reisenden kletterte um gut ein Prozent auf 57,1 Millionen. Die Zahl der Urlaubsreisen sank anders als vor einem Jahr erwartet auf 67,7 Millionen und blieb damit weiter unter dem Höchststand von 71 Millionen 2019, vor Ausbruch der Corona-Pandemie.

Immer häufiger wird beim Planen, Suchen und Buchen von Reisen Künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt. Im vergangenen Jahr bediente sich nach der Umfrage jeder Fünfte der KI, wobei 41 Prozent mit der Hilfestellung zufrieden waren. Rund 30 Prozent erklärten, das komme für sie künftig infrage. Das wäre ein Potenzial von gut 20 Millionen neuen Nutzern. "Für 2026 und die Folgejahre ist hier ein starkes Wachstum absehbar", erklärte Sonntag. Ablehnend stand knapp die Hälfte der Befragten dem digitalen Reisemanagement gegenüber.

Quelle: ntv.de, rts

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