Kurznachrichten

Kämpfe im NordostenTruppen der islamistischen Übergangsregierung rücken auf kurdisch geprägte Stadt in Syrien vor

04.02.2026, 09:01 Uhr
Syrian-security-forces-increased-security-measures-at-Hol-Camp-AL-HASAKAH-SYRIA-JANUARY-21-A-view-of-Hol-Camp-located-in-the-south-of-Hasakah-province-where-families-of-ISIS-mostly-women-and-children-are-being-held-in-Hasakah-Syria-on-January-21-2026-Izz-Aldien-Alqasem-Anadolu-al-Hasakah-Syria-Editorial-use-only-Please-get-in-touch-for-any-other-usage
(Foto: IMAGO/Anadolu Agency)

Die Truppen der islamistischen Übergangsregierung in Syrien sind auf eine weitere mehrheitlich von Kurden bewohnte Stadt im Nordosten des Landes vorgerückt.

Wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag beobachtete, bewegte sich ein Konvoi von syrischen Sicherheitskräften und gepanzerten Fahrzeugen auf Kamischli zu, die größte Stadt in dem bislang von der kurdischen Minderheit verwalteten autonomen Gebiet. Die syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete, der Konvoi sei dabei, in Kamischli einzufahren.

Kurdische Kräfte haben bis 02.00 Uhr nachts am Mittwoch eine Ausgangssperre für die Stadt verhängt. Damit sollten "Sicherheit, Stabilität und Schutz der Einwohner sichergestellt" werden. Ein weiterer AFP-Reporter berichtete von geschlossenen Läden und leeren Straßen. Am Tag zuvor waren die Regierungstruppen bereits in die ebenfalls von den Kurden kontrollierte Stadt Hasakeh vorgerückt.

Die Übergangsregierung von Präsident Ahmed al-Scharaa, einem früheren Dschihadisten, strebt danach, ihre Kontrolle auf das gesamte Land auszuweiten. Nach monatelangem Konflikt und teils heftigen Kämpfen hatten al-Scharaas Regierung und die kurdisch dominierten Demokratischen Kräften Syriens (SDF) am Freitag ein Abkommen geschlossen. Die Einigung sieht vor, dass die kurdischen militärischen Einheiten und die zivilen Stellen in die Einrichtungen des syrischen Zentralstaates eingegliedert werden.

Syrische Regierungstruppen hatten in den vergangenen Monaten kurdische Kämpfer aus mehreren von ihnen kontrollierten Gebieten vertrieben, darunter aus der nordsyrischen Großstadt Aleppo und dem östlichen Teil von Deir Essor. Damit zerschlugen sich die Hoffnungen der kurdischen Minderheit, ihre Rojava genannte de-facto-Autonomie in Regionen im Norden und Nordosten Syriens beizubehalten, nachdem sie dort im syrischen Bürgerkrieg erfolgreich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) vertrieben hatten.

Quelle: ntv.de, AFP

Regionales