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Jeder Siebte wurde vermisst oder als tot gemeldetUN: 2025 war das tödlichste Jahr für Rohingya-Flüchtlingen

17.04.2026, 17:21 Uhr
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(Foto: dpa)

Mehr als 6.500 Rohingya wagten 2025 die gefährliche Überfahrt im Indischen Ozean. Jeder Siebte wurde als vermisst oder tot gemeldet.

2025 ist nach UN-Angaben das bisher tödlichste Jahr unter Rohingya-Flüchtlingen gewesen, die bei Fluchtversuchen mit Booten im Indischen Ozean unterwegs waren. Etwa 900 Menschen aus dieser Volksgruppe seien in der Andamanensee oder im Golf von Bengalen ums Leben gekommen oder gälten in diesen Gebieten als vermisst, teilte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Genf mit. «Mehr als 6.500 Rohingya wagten in dem Jahr gefährliche Seeüberfahrten, wobei jeder Siebte als vermisst oder tot gemeldet wurde – die weltweit höchste Todesrate auf einer der wichtigsten Seerouten für Flüchtlinge und Migranten.»

Auch in diesem Jahr setze sich dieser Trend fort, hieß es. Seit Januar hätten mehr als 2.800 Rohingya gefährliche Seereisen unternommen. Zuletzt war den Angaben zufolge ein überfülltes Boot mit schätzungsweise etwa 250 Menschen in der Andamanensee gesunken. Wann genau das Boot, das Ende März Bangladesch verlassen haben soll und nach Malaysia unterwegs war, sank, war weiterhin unklar. Neun Menschen wurden aus dem Wasser gerettet. Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) hatten sich außer Rohingya-Flüchtlingen auch Menschen aus Bangladesch auf dem Boot befunden.

Weltgrößtes Flüchtlingslager

In Bangladesch befinden sich mehr als 1,3 Millionen Rohingya-Flüchtlinge. Die meisten davon leben in Flüchtlingseinrichtungen. Nach Angaben des UNHCR bilden die Camps zusammengenommen das weltweit größte Flüchtlingslager. Laut UN-Organisationen nutzen Schleuser- und Menschenhändler die prekäre Lage der Flüchtlinge aus und setzen dabei sowohl Rohingya als auch bangladeschische Staatsangehörige ernsthaften Gefahren aus.

Vor neun Jahren hatte das Militär im angrenzenden Myanmar eine Offensive gegen die dort lebende muslimische Rohingya-Minderheit begonnen. Hunderttausende Menschen flohen damals oder wurden vertrieben.

Quelle: ntv.de, afp

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