Tragödien im MittelmeerUN: Mehr als 180 Tote bei Migrantenboot-Unglücken im Mittelmeer binnen zehn Tagen

Bei Vorfällen mit Migrantenbooten im Mittelmeer sind nach UN-Angaben in den vergangenen zehn Tagen mehr als 180 Menschen ums Leben gekommen.
Seit dem 28. März seien mehr als 180 Migranten bei dem Versuch, das Mittelmeer zu überqueren, als tot oder vermisst gemeldet worden, erklärte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Dienstag.
Insgesamt kamen nach IOM-Angaben seit Jahresbeginn mindestens 990 Migranten im gesamten Mittelmeerraum ums Leben oder gelten als vermisst. Der UN-Organisation zufolge handelt es sich um einen der Zeiträume mit den meisten Toten seit Beginn der Erfassung dieser Daten im Jahr 2014.
Der Weg über das zentrale Mittelmeer ist nach IOM-Angaben die gefährlichste Flüchtlingsroute der Welt. Allein im vergangenen Jahr starben auf dieser Route demnach mindestens 1340 Flüchtlinge.