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Starker Anstieg seit MaiUNO: Juni war Monat mit meisten zivilen Todesopfern in der Ukraine seit vier Jahren

14.07.2026, 17:44 Uhr
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A man treads among glass shards and debris carpeting a corridor at Maternity Hospital No. 5, hit by a Russian drone in Odesa, Ukraine, March 28, 2026. On the night of March 28, a Russian UAV hit the hospital, which housed 22 newborn babies, including critically low-birth-weight twins. Because the hospitalâs bomb shelter is equipped with intensive care facilities for newborns, ventilation could be continued there. Postoperative patients were transferred to the intensive care unit in the shelter. Before rescuers arrived, doctors themselves used fire hoses and extinguishers to put out fires that broke out in the building and on the roof. As a result of the Russian Federationâs night attack on the city, two people were killed and at least 12 were injured, including a nine-year-old boy., Credit:Nina Liashonok / Avalon (Foto: picture alliance / Photoshot)

Im Juni sind in der Ukraine der UNO zufolge mehr Zivilisten bei russischen Angriffen getötet worden als in jedem anderen Monat seit April 2022.

Im Juni sind in der Ukraine der UNO zufolge mehr Zivilisten bei russischen Angriffen getötet worden als in jedem anderen Monat seit April 2022. Es seien "mindestens 293 Zivilisten getötet und 1990 weitere verletzt" worden, erklärte die Menschenrechtsbeobachtungsmission der Vereinten Nationen in der Ukraine (HRMMU) am Dienstag. Fast die Hälfte der Opfer war demnach auf Attacken mit Raketen oder Drohnen auf ukrainische Städte zurückzuführen.

"Nach einem starken Anstieg im Mai erhöhte sich die Zahl der zivilen Opfer weiter", stellte die HRMMU fest. Besonders im Fokus waren demnach die Hauptstadt Kiew und Dnipro. Der Trend zu Angriffen fernab der Front spiegele "den zunehmenden Einsatz schlagkräftiger Waffen wider, die bei Verwendung in dicht besiedelten Städten besonders verheerende Folgen haben", erklärte HRMMU-Leiterin Danielle Bell.

Viele Tote wurden den Angaben zufolge auch bei Angriffen mit Drohnen entlang der Frontlinie registriert. Dabei starben im Juni demnach 89 Zivilisten, 588 weitere Menschen wurden verletzt. Die Zahl der insgesamt seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 getöteten Zivilisten gibt die HRMMU mit 16.431 an. Wahrscheinlich sei diese Zahl aber zu gering, weil Opferzahlen aus den von Russland eroberten Gebieten vielfach nicht verifiziert werden konnten.

Unterdessen meldeten auch die russischen Behörden einen Anstieg der Zahl ziviler Opfer. Demnach wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 250 Zivilisten in Russland durch ukrainische Angriffe getötet - das sind 121 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Quelle: ntv.de, afp

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