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UNO berichtetMehr als 326 humanitäre Helfer sind 2025 weltweit getötet worden

08.04.2026, 19:02 Uhr
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(Foto: picture alliance / dpa)

Der UNO zufolge sind im Jahr 2025 weltweit mindestens 326 humanitäre Helfer bei der Ausübung ihrer Tätigkeit getötet worden.

In den vergangenen drei Jahren seien es sogar mehr als 1000 gewesen, beklagte der UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher am Mittwoch auf einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats, bei der es um den Schutz von Zivilisten in Konflikten ging.

Fletcher zufolge wurden die mit Abstand meisten Todesfälle in den vergangenen drei Jahren im Gazastreifen und im Westjordanland verzeichnet, und zwar 560. Danach folgen der Sudan mit 130 getöteten Helfern und der Südsudan mit 60. Die Zahlen für 2025 blieben hinter dem Höchststand von 2024 zurück. Damals wurden weltweit 383 Helfer getötet.

"Dies ist keine zufällige Eskalation, sondern das Schutzsystem ist zusammengebrochen", kritisierte Fletcher. Die Entwicklung sei "Symptom einer gesetzlosen, kriegerischen, selbstsüchtigen und gewalttätigen Welt". Die Tötung humanitärer Helfer sei darüber hinaus "Teil eines umfassenden Angriffs auf die UN-Charta und das Völkerrecht".

Quelle: ntv.de, AFP

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