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Klimaphänomen kehrt zurückUNO rechnet 2026 mit Rückkehr von El Niño und möglichen neuen globalen Temperaturrekorden

03.03.2026, 11:15 Uhr
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(Foto: Robert Michael/dpa)

Die UNO rechnet in diesem Jahr mit einer Rückkehr des Klimaphänomens El Niño, das zu neuen globalen Temperaturrekorden beitragen könnte.

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) erklärte am Dienstag, sei erwarte nach dem Abklingen seines diesmal vergleichsweise schwachen Gegenstücks La Niña erst neutrale Bedingungen und noch vor Jahresende ein erneutes Auftreten von El Niño.

Bei El Niño handelt sich um ein wiederkehrendes natürliches Klimaphänomen, das durch eine Erwärmung des Oberflächenwassers im Pazifischen Ozean gekennzeichnet ist. Es tritt im Schnitt alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert in der Regel neun bis zwölf Monate. El Niño kann die im Zuge des Klimawandels steigenden globalen Temperaturen zusätzlich erhöhen und zu verstärktem Extremwetter führen.

Sein Gegenstück La Niña, das allgemein eine abkühlende Wirkung hat, war nach Angaben der WMO diesmal eher schwach. Von März bis Mai ist demnach nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent mit klimatisch neutralen Bedingungen zu rechnen. Die Wahrscheinlich für eine La-Niña-Phase liegt in diesem Zeitraum nur noch bei 30 Prozent - und für eine El-Niño-Phase sogar nur bei zehn Prozent.

Im Zeitraum April bis Juni steigt die Wahrscheinlichkeit für eine neutrale Phase den WMO-Berechnungen zufolge auf 70 Prozent - und geht im Zeitraum von Mai bis Juli wieder auf 60 Prozent zurück. Gleichzeitig steigen die Aussichten für einen erneuten El Niño in diesen Monaten auf 40 Prozent.

Nach Angaben der Nationalen Ozean- und Atmosphärenbehörde (NOAA) der USA besteht eine Wahrscheinlichkeit von 50 bis 60 Prozent, dass sich 2026 zwischen Juli und September ein neuer El Niño entwickelt. Die WMO erklärte am Dienstag lediglich, sie werde die Entwicklung in den kommenden Monaten weiter "sorgfältig" beobachten.

Quelle: ntv.de, AFP

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