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Reaktion auf mögliche EskalationUSA ziehen Personal aus wichtigstem Militärstützpunkt im Nahen Osten ab

14.01.2026, 15:55 Uhr
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(Foto: picture alliance / imageBROKER)

Inmitten der verschärften Lage im Iran, wo die Führung gewaltsam regierungskritische Proteste unterdrückt, ziehen die USA ihr Personal teilweise aus dem wichtigsten US-Militärstützpunkt im Nahen Osten ab.

Einige Mitarbeiter seien angewiesen worden, den US-Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid im Golfemirat Katar bis Mittwochabend zu verlassen, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus Diplomatenkreisen. Demnach werden im Fall eines militärischen Eingreifens der USA Vergeltungsangriffe des Iran befürchtet. Katar bestätigte, dass ein Teil des Personals wegen "regionaler Spannungen" den Stützpunkt verlässt.

Im Iran gehen die Behörden derzeit brutal gegen Demonstranten vor, die seit gut zwei Wochen gegen die religiöse und politische Führung auf die Straße gehen. Nach Angaben der in Norwegen ansässigen Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHR) wurden mindestens 734 Menschen getötet. "Die wirkliche Zahl der Getöteten dürfte in die Tausende gehen", erklärte IHR-Chef Mahmud Amiry-Moghaddam.

Die Justizbehörden im Iran kündigten am Mittwoch Schnellverfahren gegen die bei den Protesten festgenommenen Demonstranten an. Aktivisten gehen von tausenden Festnahmen im Zusammenhang mit den Proteste im Iran aus. Sie befürchten zahlreiche Hinrichtungen. Die Staatsanwaltschaft in Teheran hatte zuvor angekündigt, gegen einige "Unruhestifter" die Todesstrafe zu verhängen.

US-Angaben zufolge soll eine erste Hinrichtung bereits am Mittwoch vollstreckt werden. "Der 26-jährige Erfan Soltani, dessen Hinrichtung für den 14. Januar angesetzt ist, ist einer von ihnen", erklärte das US-Außenministerium im Onlinedienst X.

US-Präsident Donald Trump drohte der Islamischen Republik im Falle der Hinrichtung festgenommener Demonstranten mit einer scharfen Reaktion. Den protestierenden Menschen im Iran hatte er zuvor Unterstützung zugesichert.

Quelle: ntv.de, AFP

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