Pläne gebilligt USB-C wird neuer Standard zum Laden von elektronischen Geräten

Das Laden von elektronischen Geräten soll künftig deutlich leichter werden. Das Kabinett billigte am Mittwoch entsprechende Pläne, mit denen EU-Vorgaben in deutsches Recht umgesetzt werden sollen, wie das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin mitteilte. "Dank der EU-Einigung aus dem Sommer 2022 ist Schluss mit dem Kabelsalat", sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck.
Bis Ende 2024 wird USB-C als neuer Standard für Smartphones, Digitalkameras, Kopfhörer, Tablets, tragbare Videospielekonsolen, Tastaturen, E-Reader, Navigationsgeräte, Headsets und tragbare Lautsprecher vorgeschrieben, sofern diese mit einem Kabel aufgeladen werden können. Ab 2026 wird dieser Ladestandard dann auch für Notebooks gelten.
Dafür soll das sogenannte Funkanlagengesetz geändert werden, was die Bundesregierung mit dem Kabinettsbeschluss nun auf den Weg brachte. Habeck zufolge soll so auch weniger Elektroschrott anfallen. Bislang sind es durch verschiedene Ladegeräte rund 11.000 Tonnen Elektroschrott pro Jahr.
Das Umwelt- und Verbraucherschutzministerium teilte zudem mit, ab Dezember 2024 müssten in Umlauf gebrachte Geräte eine einheitliche Schnittstelle zum Laden haben. "Künftig gilt: Ein einheitlicher Stecker für alle Geräte", so Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne). Verbrauchern solle zudem die Wahl gelassen werden, ob sie ein Ladegerät zusammen mit einem neuen Gerät kaufen wollen oder nicht.