Ende von "schmerzhaftem Kapitel"Übergangspräsident al-Scharaa begrüßt Streichung Syriens von US-Liste der "Terror-Unterstützer"

Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa hat die Streichung Syriens von der Liste der "staatlichen Unterstützer des Terrorismus" durch die US-Regierung begrüßt.
"Heute streift Syrien einen dunklen Schandfleck ab und reißt ein schmerzhaftes Kapitel seiner Vergangenheit heraus", sagte al-Scharaa in einer Rede. Zudem sprach er US-Präsident Donald Trump und "allen freundlichen und unterstützenden Staaten" seinen Dank aus.
Am Montag hatte die US-Regierung Syrien nach fast fünf Jahrzehnten von der Liste der "staatlichen Unterstützer des Terrorismus" gestrichen. Die USA hatten Syrien erstmals Ende 1979 auf ihre Schwarze Liste gesetzt und damit Investitionen in das Land weitgehend unterbunden. Trump hatte die meisten Sanktionen gegen Syrien bereits im Juni 2025 aufgehoben. Washington reagierte damit auf den Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember 2024.
Die US-Regierung hob außerdem ihre Einstufung der islamistischen HTS-Miliz als globale Terrororganisation auf. Al-Scharaa führte die Miliz an, die Assad gestürzt hatte. Die syrische Übergangsregierung steht vor der großen Herausforderung, das Land nach mehr als einem Jahrzehnt Bürgerkrieg wieder zu vereinen und aufzubauen.
Syriens Außenminister Assad al-Schaibani bezeichnete die Streichung des Landes von der Liste als "Meilenstein". Syriens Finanzminister Mohammed Barnieh sprach laut der staatlichen Nachrichtenagentur Sana von "einen historischen Erfolg für die syrische Diplomatie". Der Schritt öffne "eine wichtige und lang ersehnte Tür zur Stärkung der Integration Syriens in das globale Wirtschafts- und Finanzsystem, zur Gewinnung von Investitionen und modernen Technologien sowie zur Förderung von Entwicklungsmöglichkeiten", betonte er.