Sorge wegen Nahost-KriegUmfrage: 58 Prozent der Deutschen fürchten starke Preissteigerungen

Die Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland befürchten laut einer Umfrage Auswirkungen des Krieges in Nahost auf ihr Konto.
58 Prozent haben sehr große oder eher große Sorgen, dass die Preise durch den Krieg so stark steigen, dass sie sich im Alltag finanziell einschränken müssen, wie am Freitag aus einer Umfrage im Auftrag des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv) hervorging.
Besonders Menschen mit einem niedrigeren Haushaltsnettoeinkommen von unter 2500 Euro pro Monat gaben laut Umfrage an, mit Blick auf die Preise besorgt zu sein (66 Prozent). "Gerade Menschen mit geringem Einkommen und viele Familien haben kaum noch finanziellen Spielraum. Für sie ist jeder zusätzliche Euro eine enorme Belastung", erklärte vzbv-Vorständin Ramona Pop.
Sie forderte "spürbare Entlastungen" wie die Stromsteuersenkung sowie eine Preisbeobachtungsstelle, "um ungerechtfertigte Preiserhöhungen aufzudecken". Pop sprach sich zudem für "Direktzahlungen an betroffene Haushalte" aus und forderte, die Bundesregierung müsse die Abhängigkeiten von fossilen Brennstoffen reduzieren und erneuerbare Energien schneller ausbauen, um krisenfest zu werden.
Für die Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 9. bis 13. April telefonisch 1001 Personen ab 19 Jahren. Den Angaben zufolge ist die Umfrage repräsentativ. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus drei Prozentpunkten.