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Stimmung unter GründernUmfrage: Deutschland bei Startups international beliebter als die USA

29.09.2025, 10:05 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Deutschland wird als Standort für Startups laut einer Umfrage unter deutschen Gründerinnen und Gründern im internationalen Vergleich beliebter. Fast 40 Prozent schätzen die Bundesrepublik als attraktiveren Standort ein als die USA, wie der Startup-Verband am Montag in Berufung auf seinen diesjährigen Startup-Monitor mitteilte. Das sei gegenüber 2024 ein Anstieg um rund sechs Prozentpunkte. Im europäischen Vergleich sähen sogar 61,2 Prozent bessere Bedingungen in Deutschland als in anderen Ländern.

Während in den USA die neuen Zölle der US-Regierung unter Donald Trump und politische Unsicherheiten aktuell für zusätzliche Risiken sorgten, erscheine Deutschland "vergleichsweise stabil", heißt es in dem Bericht. Für die Mehrheit hätten die USA aber "weiterhin die Nase vorn".

Der "Kurs der amerikanischen Regierung" spiele Deutschland in die Karten, erklärte die Vorstandsvorsitzende des Verbands, Verena Pausder. "Dieses Momentum zu nutzen, ist nicht nur aus wirtschaftlicher, sondern auch aus politischer Sicht entscheidend, um technologische Abhängigkeiten zu reduzieren."

Eine bedeutende Lücke allerdings sehen die Befragten in Deutschland beim Zugang zu Risikokapital. "Bezogen auf die Wirtschaftsleistung liegt man unter den 40 größten Volkswirtschaften nur auf Platz 18 - abgehängt von den USA und selbst hinter europäischen Nachbarn wie Frankreich", erklärte der Verband. Damit Deutschland zur "Startup-Nation" werde, "müssen wir den Kapitalmarkt deutlich vertiefen und die Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen stärken", gab Pausder weiter an.

Für den Startup-Monitor wurden 1846 Gründerinnen und Gründer unter anderem zu Geschäftslage, Herausforderungen und Zukunftsaussichten der Szene befragt.

Quelle: ntv.de, AFP

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