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Statistisches BundesamtUmsatz im deutschen Gastgewerbe auf niedrigstem Niveau seit vier Jahren

20.05.2026, 09:50 Uhr
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Das Gastgewerbe kämpft mit realen Verlusten

Die Einnahmen von Restaurants, Kneipen, Hotels und anderen Beherbergungsstätten sanken um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

Der Umsatz im deutschen Gastgewerbe ist im März so schwach ausgefallen wie seit der Corona-Krise vor vier Jahren nicht mehr. Inflationsbereinigt (real) fiel das Minus mit 2,2 Prozent noch größer aus, verglichen mit dem Vorjahresmonat gab es hier sogar einen Rückgang von 5,2 Prozent. "Damit befindet sich der reale Umsatz im Gastgewerbe auf dem niedrigsten Niveau seit März 2022, als die Auswirkungen der Corona-Krise noch spürbar waren", betonten die Statistiker.

In den einzelnen Branchen fielen die Rückgänge unterschiedlich stark aus. Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen verzeichneten ein reales Umsatzminus von 5,6 Prozent im Vergleich zum Februar. In der Gastronomie sank der Umsatz dagegen nur um 0,1 Prozent.

Die Bundesregierung hat der Branche unter die Arme gegriffen. Zum 1. Januar 2026 gilt der ermäßigte Mehrwertsteuersatz auf Speisen in der Gastronomie von sieben Prozent, zuvor waren es 19 Prozent.

Zu schaffen macht der Branche die steigende Inflation, wegen der viele Verbraucher den Gürtel enger schnallen. Steigende Ölpreise infolge des Iran-Kriegs haben die deutschen Verbraucherpreise im April mit 2,9 Prozent so stark steigen lassen wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Viele Ökonomen rechnen damit, dass die Inflationsrate in den kommenden Monaten die Marke von drei Prozent überspringen könnte. Das nagt an der Kaufkraft der Verbraucher.

Quelle: ntv.de, rts

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