Flaute im GastgewerbeUmsatz von Restaurants und Hotels stagniert im Februar

Der Umsatz der deutschen Restaurants, Bars, Hotels und Pensionen stagniert.
Das Gastgewerbe setzte im Februar real - also preisbereinigt - genauso viel um wie im Januar. Nominal entsprach das einem Plus von 0,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag weiter mitteilte. Damit hält die schwierige Situation in der Branche an, die sich bis heute noch nicht von den Umsatzeinbrüchen der Corona-Pandemie erholt hat. Besonders die Gastronomie war betroffen. Sie setzte im Februar real 1,1 Prozent weniger um als im Vormonat, bei der Beherbergungsbranche gab es ein Plus von real 2,4 Prozent. Im Januar war der Umsatz des gesamten Gastgewerbes laut revidierten Daten gegenüber Dezember real um 4,3 Prozent gesunken. Zunächst war ein Wert von minus 3,9 Prozent gemeldet worden.
Der schwache Jahresauftakt trifft die Branche nach sechs Verlustjahren. Eine Erholung auf das Niveau von vor der Pandemie-Krise ist nicht absehbar. Im Jahr 2025 lag der reale Umsatz um fast 15 Prozent niedriger als im Jahr 2019. Gründe dafür sind unter anderem die höheren Kosten bei Nahrungsmitteln, Energie und Personal seit 2022. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar vor vier Jahren steigen die Preise deutlich. Dies führt auch zu einer Konsumzurückhaltung der Gäste. Seit 1. Januar 2026 gilt eine ermäßigte Mehrwertsteuer von sieben Prozent auf Speisen in der Gastronomie dauerhaft. Die Bundesregierung hatte sie im Sommer 2020 befristet eingeführt und später mehrfach verlängert. In der Konjunkturstatistik im Gastgewerbe werden laut Destatis Nettoumsätze, also ohne Mehrwertsteuer, abgebildet und mit einem entsprechenden Preisindex auf Basis von Nettopreisen bereinigt.