Vorwürfe gegen KandidatinUni Hamburg prüft möglichen wissenschaftlichen Betrug von SPD-Kandidatin Brosius-Gersdorf

Die Universität Hamburg untersucht Hinweise auf ein mögliches wissenschaftliches Fehlverhalten der Verfassungsrichter-Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf. Diese ist von der SPD für die Wahl nominiert, wird aber von Teilen der Union abgelehnt. Nach ersten Medienberichten über angebliche Parallelen zwischen ihrer Doktorarbeit und der Habilitationsschrift ihres Mannes vor rund zwei Wochen hatte die Universität noch keinen Anlass für eine Überprüfung gesehen, weil keine hinreichend begründeten Hinweise an sie herangetragen worden seien.
Nun sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur, im Zuge der medialen Berichterstattung seien bei der Ombudsstelle begründete Hinweise eingegangen. Diese sei laut Satzung verpflichtet, dem nachzugehen. Das betreffe auch den Ehemann der jetzt an der Universität Potsdam tätigen Juristin, Hubertus Gersdorf. Gegen den Professor an der Universität Leipzig lägen ebenfalls Hinweise vor. Zuvor hatte der Berliner "Tagesspiegel" berichtet.