Kinderrechte stärkenUnicef fordert mehr Schutz für Kinder vor Klimakrise und Online-Gefahren

Angesichts globaler Entwicklungen wie der Klimaerwärmung, dem demographischen Wandel und dem Aufkommen neuer Technologien hat das UN-Kinderhilfswerk Unicef mehr Anstrengungen für den Schutz von Kindern gefordert. "Kinder erleben unzählige Krisen, von Klimawandel bis hin zu Online-Gefahren, und diese werden sich in den kommenden Jahren noch verschärfen", erklärte Unicef-Exekutivdirektorin Catherine Russell am Mittwoch anlässlich des Internationalen Tags der Kinderrechte. Die Lebenssituation vieler Kinder könnte sich dadurch deutlich verschlechtern.
Die Entscheidungen von Staats- und Regierungschefs "prägen die Welt, die die Kinder erben werden", erklärte Russell weiter. Um eine bessere Zukunft zu erschaffen, brauche es Taten. "Jahrzehnte des Fortschritts, besonders für Mädchen, sind in Gefahr", warnte die Unicef-Chefin.
Im seinem diesjährigen Bericht hat das Kinderhilfswerk laut eigenen Angaben anhand von Projektionen untersucht, wie sich die globalen Phänomene Klimakrise und demographischer Wandel sowie technologische Entwicklungen bis 2050 auf Kinder auswirken könnten. In Bezug auf den Klimawandel heißt es, wenn sich aktuelle Trends fortsetzten, würden im Vergleich zum Jahr 2000 "achtmal so viele Kinder" extreme Hitzewellen erleben sowie "dreimal so viele Kinder extremen Überschwemmungen und fast doppelt so viele Kinder extremen Waldbränden ausgesetzt sein".