Reaktion auf US-MilitärpräsenzVenezuela mobilisiert 200.000 Soldaten für großangelegte Militärübungen

Angesichts der zunehmenden Militärpräsenz der USA in der Karibik hat die Regierung Venezuelas im Rahmen eines Aktionsplans der Streitkräfte nach eigenen Angaben fast 200.000 Einsatzkräfte zu Übungen herangezogen.
An dem zweitägigen Manöver beteiligen sich nach Angaben von Verteidigungsminister Vladimir Padrino Soldaten aller Waffengattungen sowie Mitglieder paramilitärischer Milizen. Es gehe darum, die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte zu verbessern.
Der Minister kritisierte die US-Präsenz in der Karibik am Dienstag (Ortszeit) als "vulgären Einsatz gegen die Souveränität und den Frieden" nicht nur Venezuelas, sondern der gesamten Region. Er sprach in diesem Zusammenhang von einer "imperialistischen Bedrohung». Zugleich richte sich die Übung gegen Drogenhandel und «terroristische Gruppen", sagte er.
Das Manöver ist Teil des sogenannten "Plan Independencia 200" (Plan Unabhängigkeit 200), den der autoritär regierende Staatschef Nicolás Maduro im September zur Landesverteidigung ausgerufen hatte.