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Sorge vor LohnsteigerungVerbände warnen vor Folgen eines höheren Mindestlohns für Bau und Wohnungsmarkt

16.06.2025, 11:22 Uhr
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15 Euro Mindestlohn pro Stunde - dies hat der DGB auch am 1. Mai in Saarbrücken gefordert. (Symbolbild) (Foto: Sebastian Kahnert/dpa)

Wirtschaftsverbände verschiedener Branchen haben vor einer zu starken Erhöhung des Mindestlohns gewarnt. "Eine starke Anhebung führt zu erheblichen Kostensteigerungen im Bau- und Ausbaugewerbe und erschwert die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum", erklärte Marcus Nachbauer, Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, am Montag. "Ein weiterer sprunghafter Anstieg des Mindestlohns würde die Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen nachhaltig schwächen", erklärten eine Reihe von Logistikverbänden in einem gemeinsamen Schreiben.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) warnte vor "fatalen Konsequenzen" einer deutlichen Erhöhung des Mindestlohns. Eine Befragung unter rund 550 Handelsunternehmen habe ergeben, dass zwei Drittel der Betriebe "mit negativen Auswirkungen auf die Beschäftigung bis hin zu Entlassungen rechnen", erklärte er in der vergangenen Woche.

Nachbauer vom Bauverband verwies auf bestehende Tarifverträge, die "faire Löhne, soziale Absicherung und verlässliche Kostenplanung" absicherten. "Dieses Gleichgewicht darf nicht gefährdet werden." Ein zu hoher Mindestlohn würde am Ende von Mieterinnen und Mietern getragen werden müssen.

Die Logistikverbände führten an, dass der Mindestlohn in den vergangenen Jahren bereits deutlich stärker gestiegen sei als die Tariflöhne. "Dieser starke Anstieg kann auf Unternehmensseite kaum noch durch Erlös- oder Produktivitätssteigerungen kompensiert werden" - noch dazu in einer "anhaltend rezessiven Phase".

Quelle: ntv.de, AFP

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