Ohne Einigung droht ein StreikVermittler: Einigung bei Samsung-Tarifverhandlungen rückt näher

In den Tarifverhandlungen beim südkoreanischen Elektronikkonzern Samsung rückt nach Angaben des neutralen Vermittlers eine Einigung näher.
In den Tarifverhandlungen beim südkoreanischen Elektronikkonzern Samsung rückt nach Angaben des neutralen Vermittlers eine Einigung näher. In der wichtigsten Frage hätten Unternehmen und Gewerkschaften noch keine Übereinstimmung erzielt, sagte der als Vermittler eingesetzte Park Su Keun, Vorsitzender der Nationalen Kommission für Arbeitsbeziehungen. Details dazu nannte er am nicht. Die Chance für eine Einigung sei jedoch da. Die Gespräche sollen nach seinen Angaben am Mittwoch um 10 Uhr vormittags (Ortszeit) fortgesetzt werden und sollten auch am Mittwoch enden.
Ohne Einigung droht ein Streik, der die weltweiten Lieferengpässe bei Halbleitern verschärfen würde. Lange hatte es bei den Tarifverhandlungen kaum Annäherung gegeben. Die Gewerkschaft fordert eine Abschaffung der Obergrenzen für Mitarbeiterboni, eine Anhebung der Grundgehälter um sieben Prozent sowie die Verteilung von 15 Prozent des jährlichen operativen Gewinns an die Beschäftigten.
Samsung ist der weltgrößte Anbieter von Speicherchips und ein wichtiger Auftragsfertiger. An dem ab dem 21. Mai geplanten 18-tägigen Ausstand wollen sich Gewerkschaftsangaben zufolge etwa 48.000 Beschäftigte beteiligen. Dies entspricht etwa 38 Prozent der Konzernbelegschaft in Südkorea. Nach einem Gerichtsurteil muss in einigen Werken jedoch eine Notbesetzung den 24-Stunden-Betrieb aufrechterhalten. Samsung zufolge sind hierfür etwa 7100 Personen notwendig. Die Analysten der Bank JPMorgan taxieren die Belastung für den operativen Samsung-Gewinn durch den Streik auf umgerechnet bis zu 17,7 Milliarden Euro.