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In Irland und SchottlandVerwüstungen, Stromausfälle und Chaos durch Sturmtief "Eowyn"

24.01.2025, 16:00 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

In Irland hat der Sturm "Eowyn" am Freitag schwere Verwüstungen angerichtet. Orkanböen mit Rekord-Windgeschwindigkeiten von über 180 Stundenkilometern entwurzelten Bäume, rissen Stromleitungen um und sorgten für Zug- und Flugausfälle. In Irland und Nordirland waren hunderttausende Haushalte zeitweise ohne Strom, in einem Vorort von Dublin stürzte das Dach einer Eisbahn ein. Auch in Schottland, wo ebenfalls eine Sturmwarnung galt, blieben Schulen geschlossen.

Das Sturmtief "Eowyn" prallte am frühen Morgen auf die irische Atlantikküste und sorgte in dem EU-Land für die stärksten Orkanböen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Nahe der Hafenstadt Galway wurden Windstöße mit einer Geschwindigkeit von bis zu 183 Stundenkilometern gemessen, wie der Wetterdienst Met Eireann mitteilte. Der bisherige Rekord von 182 Stundenkilometern stammte aus dem Jahr 1945.

Der irische Premierminister Micheal Martin berief eine Krisensitzung ein und warnte die Bevölkerung vor dem "historischen Sturm". Der Katastrophenschutz rief die Menschen auf, bis zum Ende der Sturmwarnung in ihren Häusern und Wohnungen zu bleiben. "Eowyn" werde wahrscheinlich als einer der stärksten Stürme in die irische Geschichte eingehen, warnte der Leiter der Behörde, Keith Leonard. Die Menschen müssten sich auf ein "gefährliches und zerstörerisches Wetterereignis" einstellen.

In Irland waren nach offiziellen Angaben 715.000 Haushalte und Unternehmen zeitweise ohne Strom. Der Zugverkehr wurde weitgehend eingestellt. Der Flughafen der Hauptstadt Dublin teilte mit, für Freitag seien etwa 230 Flüge gestrichen worden. Ausfälle gab es auch an den Flughäfen Cork und Shannon.

Quelle: ntv.de, AFP

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