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Innovationskraft aus DeutschlandViele deutsche Patente gehen ins Ausland

20.03.2025, 13:52 Uhr
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Die deutsche Industrie hat im vergangenen Jahr wieder mehr Erfindungen zum Patent angemeldet. Anmeldungen aus MV gingen indes zurück. (Symbolbild) (Foto: Sven Hoppe/dpa)

Ein großer Teil der deutschen Patente fließt einer Studie zufolge ins Ausland ab. 16,5 Prozent aller transnationalen Patentanmeldungen zwischen 2017 und 2021 stammten aus der Bundesrepublik, wie aus der Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hervorgeht, die der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag vorlag. Allerdings: Rund jede vierte Patentanmeldung kommt von Unternehmen in ausländischem Besitz. Vieles fließt demnach in die USA und in die Schweiz ab, aber auch nach China.

Deutschland verliere in einem relevanten Ausmaß hierzulande hervorgebrachte intellektuelle Eigentumsrechte an das Ausland, so das Fazit der Studie. Aktuell seien rund 4400 verschiedene Unternehmen patentaktiv, die samt ihren Patenten aus dem Ausland kontrolliert werden. Dadurch befänden sich rund 39.700 oder 26 Prozent aller hierzulande hervorgebrachten transnationalen Patentanmeldungen in ausländischem Besitz. Umgekehrt würden rund 25.000 im Ausland entstandene Patentanmeldungen von Deutschland aus kontrolliert werden.

"Insbesondere die Abflüsse nach China – in der Regel ausgelöst durch Aufkäufe deutscher Unternehmen durch chinesische Investoren – sind industriepolitisch kritisch zu bewerten", heißt es in der Studie von IW-Patentexperte Oliver Koppel. "Aber auch jene Innovationen, die in Deutschland hervorgebracht, jedoch von den USA kontrolliert werden, müssen zunehmend hinterfragt werden."

Quelle: ntv.de, rts

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