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18.000 Menschen betroffenWaldbrand im Nordosten Spaniens

08.07.2025, 15:25 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa/TNN)

In Nordosten Spaniens haben Feuerwehrleute und Soldaten am Dienstag gegen einen Waldbrand gekämpft, der schon fast 3000 Hektar Land zerstört hat. Der Zivilschutz forderte rund 18.000 Menschen in der Umgebung der Stadt Tarragona in Katalonien auf, sicherheitshalber zu Hause zu bleiben und Türen und Fenster geschlossen zu halten. Auch mehrere Straßen wurden gesperrt.

Spanien leidet seit Tagen unter einer Hitzewelle. Durch starken Wind breiteten sich die Flammen auf dem ausgetrockneten Boden nahe der Ortschaft Paüls südwestlich von Tarragona stark aus. Nach Angaben der katalanischen Behörden zerstörten die Flammen bisher hauptsächlich Wald. Betroffen ist demnach auch der Naturpark Els Ports.

Die Feuerwehr veröffentlichte ein aus einem Hubschrauber gefilmtes Video, das in Flammen und Rauch gehüllte Hügel zeigt. Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 Stundenkilometern erschwerten den Angaben zufolge in der Nacht die Löscharbeiten. Inzwischen ist auch die Nothilfeeinheit der spanischen Armee im Einsatz, um die Feuerwehr zu unterstützen. Der Brandgeruch zog bis in die 400 Kilometer entfernte Region Murcia im Südosten Spaniens, wo nach Angaben der dortigen Feuerwehr mehr als hundert Menschen den Notruf wählten. Ministerpräsident Pedro Sánchez bekundete den Menschen in der Waldbrandregion seine "Solidarität" und rief zu äußerster "Vorsicht" auf.

Nach Angaben des Europäischen Waldbrand-Informationssystems (Effis) war Spanien 2022 mit rund 500 Bränden und mehr als 300.000 Hektar verbrannter Fläche das am stärksten von Waldbränden betroffene Land in Europa. In diesem Jahr wurden bisher rund 21.000 Hektar Land zerstört.

Quelle: ntv.de, AFP

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