UN warnt vor humanitärer KriseWegfall von Hilfsgeldern gefährdet 17,4 Millionen geflüchtete Kinder weltweit

Der Wegfall von humanitären Geldern aus den USA und anderen Ländern stürzt nach UN-Angaben die schwächsten Menschen in zusätzliches Elend. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) sieht 17,4 Millionen minderjährige Flüchtlinge Gefahren von Gewalt, Ausnutzung und Missbrauch ausgesetzt, wie es in Genf berichtet. Es warnt auch davor, dass mehr Menschen sich gezwungen sehen dürften, gefährliche Fluchtrouten zu nutzen, um Sicherheit und Auskommen zu finden.
Zahlreiche Länder haben jüngst unter anderem wegen hoher Verteidigungsausgaben ihre Budgets für humanitäre Ausgaben gekürzt. Die USA, die viele UN-Organisationen bis zu 20 Prozent finanziert haben, haben ihre Mittel unter Präsident Donald Trump drastisch zusammengestrichen.
Das UNHCR gibt Beispiele über die Auswirkungen der gekürzten Hilfsgelder: Im Südsudan hätten drei Viertel der sicheren UNHCR-Anlaufstellen für Frauen und Kinder geschlossen werden müssen. Bis zu 80.000 Gewaltopfer würden nicht mehr medizinisch versorgt oder unterstützt. In Jordanien hätten 63 Programme eingestellt werden müssen, die 200.000 Frauen und Kinder unterstützten.