Kurznachrichten

Ärmsten Länder am stärkstenWeltbank: 1,2 Milliarden Menschen von Folgen des Klimawandels stark gefährdet

31.10.2024, 18:06 Uhr
Der-Klimawandel-beeintraechtigt-weltweit-immer-staerker-die-menschliche-Gesundheit
Der Klimawandel beeinträchtigt weltweit immer stärker die menschliche Gesundheit. (Archivbild) (Foto: Andre Penner/AP/dpa)

1,2 Milliarden Menschen rund um den Globus sind nach Schätzung der Weltbank durch die Auswirkungen des Klimawandels einem besonders hohen Risiko ausgesetzt. Zu diesen Gefahren gehörten Hitzewellen, Überschwemmungen, Hurrikans und Dürre, heißt es in einem veröffentlichten Bericht der in Washington ansässigen Finanzinstitution. Am stärksten bedroht von der Erwärmung des Erdklimas sind demnach die ärmsten Länder des Planeten.

"Die ernüchternde Realität ist, dass jedes Land vom Klimawandel getroffen werden kann, aber diese Herausforderung ist für die ärmsten Länder der Welt am gravierendsten", erklärte Weltbank-Manager Axel van Trotsenburg.

Die Experten der Weltbank kommen in dem Bericht zu dem Schluss, dass sich durch einen kräftigen Anschub des Wirtschaftswachstums die Zahl der von den Folgen des Klimawandels besonders stark gefährdeten Menschen deutlich reduzieren lasse. Demnach würde ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um zehn Prozent pro Kopf der Bevölkerung die Zahl dieser hochgefährdeten Menschen "um etwa 100 Millionen" verringern.

Die Autoren des Berichts räumen jedoch ein, dass Wachstum allein nicht reiche, um die Risiken des Klimawandels einzudämmen. Die Unterorganisationen der Weltbank arbeiteten daran, die Widerstandsfähigkeit der Menschen gegen "Klima-Schocks" zu stärken, erläuterte van Trotsenburg. Als Bereiche, in denen seine Organisation diese Anstrengungen "verdoppelt", nannte er unter anderem die Nahrungsmittel- und Wasserversorgung, den Schutz der Ökosysteme und Artenvielfalt, die Verbesserung der Infrastruktur und den Kampf gegen die Armut.

Die Weltbank ist eine gemeinsame Finanzinstitution von 189 Staaten. Sie besteht aus fünf Unterorganisationen und hat den Auftrag, die Armut in der Welt zu bekämpfen und die Lebensbedingungen der Menschen in Entwicklungsländern zu verbessern.

Quelle: ntv.de, AFP

Regionales