Statistisches Bundesamt Zahl der Adoptionen in Deutschland fällt auf niedrigsten Stand seit 1990

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland so wenige Kinder adoptiert worden wie zuletzt im Jahr der deutschen Wiedervereinigung 1990.
Bundesweit seien 3.517 Kinder adoptiert worden, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Das seien 4 Prozent und damit 145 Kinder weniger als 2024.
"Eine Erklärung für die insgesamt sinkenden Fallzahlen ist der anhaltende Rückgang der "klassischen" Fremdadoptionen - also der Adoptionen durch Personen, die weder Stiefeltern noch Verwandte des Kindes sind", schrieben die Statistikerinnen und Statistiker.
Mehr als ein Viertel der Kinder sei im vergangenen Jahr bei der Adoption unter einem Jahr alt gewesen. 31 Prozent der Adoptierten seien ein oder zwei Jahre alt gewesen. Im Schnitt lag das Alter laut Amt bei 5,1 Jahren.
Mit 74 Prozent wuchsen die allermeisten Kinder vor der Adoption bei einem Paar aus einem leiblichen Elternteil und einem Stiefelternteil aus, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. 10 Prozent seien aus einem Krankenhaus oder einem Mutter-Kind-Heim und 8 Prozent aus einer Pflegefamilie heraus adoptiert worden. 3 Prozent der Fälle sei eine anonyme Geburt oder die Abgabe über eine Babyklappe vorausgegangen.