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Industrie streicht JobsZahl der Erwerbstätigen im Produzierenden Gewerbe sinkt im zweiten Quartal um 141.000

15.08.2025, 10:09 Uhr
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Nach Monaten trüber Stimmung in Chinas produzierendem Gewerbe bessern sich die Aussichten. (Archivbild) (Foto: Han Chuanhao/XinHua/dpa)

Der Beschäftigungsabbau in der krisengeplagten deutschen Industrie hat sich im Frühjahr fortgesetzt. Im Produzierenden Gewerbe (ohne Bau) sank die Zahl der Erwerbstätigen im zweiten Quartal um 141.000 oder 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

Die exportabhängige deutsche Industrie steht unter wachsendem Druck. Die von US-Präsident Donald Trump verhängten hohen Zölle von 15 Prozent auf Importe aus der Europäischen Union belasten das Geschäft mit dem wichtigsten Kunden USA. Zugleich stellt China immer mehr Waren selbst her und ist zu einem Konkurrenten auf den Weltmärkten aufgestiegen.

"Mit dem Abschwung der Exporte könnte sich der Trend zur Deindustrialisierung nun auch in Deutschland verschärfen", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Auch würden die deutschen Standortbedingungen die Exporte verteuern. "In den kommenden Jahren dürfte die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter spürbar sinken und die Lohnkosten damit weiter steigen", betonte Krämer. Auch ein Neustart im Kampf gegen Bürokratie sei unter der neuen Regierung nicht erkennbar. "Damit bleiben deutsche Exporte im Vergleich teuer", sagte der Chefvolkswirt.

Quelle: ntv.de, rts

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