Neue BevölkerungsdatenZahl staatenloser Menschen in Deutschland sinkt auf 28.800

Die Zahl der staatenlosen Menschen in Deutschland ist leicht gesunken. Ende 2024 galten 28.800 Menschen als staatenlos, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte.
Im Vergleich zum Vorjahr waren das 700 weniger. Als staatenlos werden Menschen bezeichnet, wenn kein Staat sie als Staatsangehörige anerkannt hat. Festgestellt wird die Staatenlosigkeit meist bei der Beantragung eines Aufenthaltstitels oder eines Asylverfahrens.
Zwischen 2005 und 2013 lag die Zahl der Staatenlosen in Deutschland stets zwischen 13.000 und 14.000. Als 2014 die starke Fluchtmigration begann, verdoppelte sich die Zahl auf einen Höchststand von 29.500 Ende 2023.
Dass die Zahl der Staatenlosen zuletzt nicht gestiegen ist, führen die Statistiker teilweise auf vermehrte Einbürgerungen zurück. Zwischen 2020 und 2024 stieg die Zahl der Einbürgerungen von Staatenlosen von 800 auf 4100.
Fast die Hälfte aller registrierten Staatenlosen wurde in Syrien geboren. Zu den häufigsten Geburtsstaaten zählte mit 17 Prozent aber auch Deutschland. Dahinter folgt der Libanon mit sieben Prozent.
Wenn die Staatsangehörigkeit nicht eindeutig bestätigt und auch die Staatenlosigkeit nicht festgestellt werden kann, sind Betroffene im Status einer ungeklärten Staatsangehörigkeit. Ende 2024 betraf das 92.900 Menschen in Deutschland. Die Zahl sank im Vergleich zum Vorjahr leicht.