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Zivilschutzfall verbessernZehntausende Schüler für Katastrophenschutz ausgebildet

12.07.2026, 17:44 Uhr
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Die Reanimation mit Hilfe eines Defibrillator wird in der Erste-Hilfe-Ausbildung bei einem DRK-Kreisverband demonstriert (Illustration). (Foto: dpa)

Seit 2025 haben bis zum ersten Quartal dieses Jahres knapp 70.000 Schüler in Deutschland spezielle Kurse für den Katastrophenfall absolviert.

Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Fraktion, die der "Rheinischen Post" (Montag) vorliegt, nahmen 69.008 Schülerinnen und Schüler in dem Zeitraum an den kostenlosen Schulungen teil. Die sogenannten Kurse für "Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten" (EHSH) wurden von fünf zertifizierten Hilfsorganisationen durchgeführt. Ziel des Programms ist es, die Fähigkeit zur Selbsthilfe in der Bevölkerung sowohl für den Zivilschutzfall als auch für sonstige außergewöhnliche Notlagen zu verbessern, wie aus dem Bericht der "Rheinischen Post" hervorgeht.

Trotz der hohen Teilnehmerzahlen sieht die Grünen-Fraktion im Bundestag weiteren Handlungsbedarf. Der Abgeordnete Leon Eckert betonte gegenüber der Zeitung, dass Bildungseinrichtungen zwar ein zentrales Element seien, jedoch kein universelles Heilmittel darstellten. Er forderte, auch Unternehmen und freiwillige Helfer stärker einzubinden. "Hier sind auch Betriebe und Ehrenamtliche gefordert. Leider plant der Innenminister keine konkrete Förderung des Ehrenamts im Bevölkerungsschutz - genau diese wäre aber nötig."

Die Bundesregierung investiere enorm in technische Infrastruktur, vernachlässige jedoch die Krisenfestigkeit der Bürgerinnen und Bürger, sagte Eckert. Dies sei enttäuschend, da etwa Warnsysteme wie Sirenen wirkungslos blieben, wenn die Bevölkerung die Bedeutung der Signale nicht deuten könne.

Quelle: ntv.de, dpa

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