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Athletenvereinigung begrüßt MaßnahmeZum Schutz vor Gewalt: Bund und Länder gründen Zentrum für Safe Sport

09.07.2026, 12:36 Uhr
Leere-Sporthalle-mit-Holzvertaefelung-und-Basketballkorb-beleuchtet-durch-grosse-Fenster-Schlehengaeu-Grund-Schule-Gechingen-Landkreis-Calw-Deutschland
(Foto: picture alliance / imageBROKER)

Zum Schutz vor Gewalt und Missbrauch haben Bund und Länder ein Zentrum für Safe Sport in Deutschland gegründet.

Die unabhängige Einrichtung soll Fälle von physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt im deutschen Sport auf Grundlage einheitlicher Verfahrensstandards untersuchen, sanktionieren und aufarbeiten, wie das Bundeskanzleramt mitteilte. Das Zentrum mit Sitz in Kassel soll im Frühjahr 2027 die Arbeit aufnehmen. "Wer Gewalt erlebt, muss darauf vertrauen können, dass Vorwürfe unabhängig geprüft und konsequent aufgearbeitet werden", sagte Sport-Staatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) anlässlich der Gründungsveranstaltung im Bundeskanzleramt in Berlin. Träger des Zentrums ist ein gemeinsamer Verein von Bund und Ländern.

Die Vereinigung Athleten Deutschland begrüßt die Gründung des Zentrums. "Das Zentrum soll neben seiner Funktion als Untersuchungs- und Disziplinarinstanz Standards für Prävention, Intervention und Aufarbeitung setzen und Sportorganisationen bei deren Umsetzung unterstützen", teilte der Verein mit. Die Institution lege den Grundstein für ein wirksames Schutzsystem.

"Damit sind wir dem Ziel, Betroffenen Zugang zu unabhängigen Untersuchungs- und Disziplinarverfahren zu verschaffen, ein bedeutendes Stück näher gekommen", sagte Johannes Herber, Geschäftsführer von Athleten Deutschland. Schon seit Jahren arbeiten Sport, Politik, Athletenvertretungen, Betroffenenvertretungen und Wissenschaft an einem Zentrum für Safe Sport in Deutschland.

Die Gründung des Zentrums dürfe aber nicht als Abschluss des Prozesses verstanden werden, erklärte Herber. "Der Aufbau des Zentrums bleibt eine komplexe Aufgabe, die wenig Spielraum für Fehler zulässt. Jeder Schritt muss sorgfältig geplant und jede Entscheidung auf ihre möglichen Folgen geprüft werden. Nur mit hoher Transparenz und der vertrauensvollen Einbindung der wichtigsten Akteure, insbesondere der Betroffenen, kann das notwendige Vertrauen in das Zentrum geschaffen werden."

Quelle: ntv.de, dpa

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